auf
den Spuren der Großen ...
BULLET
stehen für rockigen Heavy Metal aus Schweden. Obwohl der gemeine
Metalhörer eigentlich aus dem Land des Death Metals weitaus härtere
Klänge gewöhnt ist, haben BULLET mittlerweile – auch über die Landesgrenzen ihrer Heimat hinaus – so etwas wie Fame erlangt. Da man
jedoch immer ehrlich sein soll, muss ich dieser Meinung
wiedersprechen: zumindest “Full Pull” ist nicht so der Burner …
Für
die Band selbst bedeutet dies, dass sie endlich ihren eigenen
Ansprüchen gerecht werden kann: “Wir waren schon immer eine
Band mit etlichen Ideen in der Tasche, und nun ist die Zeit gekommen,
sie alle umzusetzen. Kraftvollere Scheiben, fettere Shows – kurzum
mehr von allem, was ihr an BULLET liebt!”. Für
die Fans wiederum heißt diese Bekanntmachung nicht nur fettere
Geschichten aus dem Hause ihrer Lieblinge, sondern auch den zügigen
Release eines neuen Werkes, welches nun mit “Full Pull” ins Haus
steht.
“Full
Pull” kommt mit einem angenehm warmen und satten Klang, aber dennoch
rockig-fetzig, daher. Für diese audio-technische Entwicklung sind die
Wunschkandidaten Fred Estby von Dismember und Nicke Andersson,
Emtombed, verantwortlich, die bei diesem Album Hand anlegten. Sänger
Hofer sagt über den Sound, dass die Band eine Art “Live-Feeling”
auf CD bannen wollten – Mission geglückt!
Ansonsten
kann man den fünf Schweden nicht viel Gelungenes attestieren. Ein
bisschen AC/ DC hier, ein wenig Airbourne und Accept dort … wie
diese Charakterisierung mit Bandnamen schon aussagt: nichts Neues für die Gehörgänge. Und
insbesondere die charismatische Stimme Hofers unterstützt den
Eindruck, dass es sich bei BULLET um einen musikalischen Abklatsch oder
Trittbrettfahrer des Erfolges der beliebten Altrocker aus
Australien handelt. Dieser Eindruck wird zu jeder Zeit und mit jeder gespielten Note bestärkt und findet wohl in “High On The Hog” seinen Höhepunkt. Woher
der Ruhm um BULLET herrührt, vermag der Reviewer selbst nicht zu
sagen. Vielleicht, weil ihre Helden selbst schon längst Kultstatus
erreicht haben.
Die Lieder sind bei weitem nicht
schlecht – versteht mich an dieser Stelle bitte nicht falsch. Die Songs kommen gut herüber und bringen auch leitlich viel Schwung und
gute Laune mit. Jedoch reicht das nicht aus. Es ist schwer eine Band zu
bewerten, die zwar ihr eigenes Ding macht und immernoch in früheren Jahrzehnten schwelgt und sich dabei zu sehr auf
ihre musikalisch Helden stützt. Andererseits besitzt “Full Pull”
trotzdem einiges an Qualität auf der Rock’n’Roll- und Heavy
Metal-Ebene ...
5,5 / 10 Punkten auf der
“pure-Konfusion”-Skala
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